„Why Look at Animals? A Case for the Rights of Non-Human Lives“ thematisiert Tierrechte und das Wohlergehen nicht-menschlicher Lebewesen in einer anthropozentrischen Welt, die Tiere ausbeutet und unsichtbar macht. Inspiriert von John Bergers gleichnamigem Essay untersucht die Ausstellung das sich wandelnde Verhältnis zwischen Mensch und Tier und stellt Fragen nach Ethik, Gewalt und Verantwortung.
Die Ausstellung macht systematische Formen von Tierausbeutung sichtbar und lädt dazu ein, Tiere nicht als „Andere“, sondern als fühlende Wesen mit eigener Würde und intrinsischem Wert zu begreifen. Über mehrere Museumsebenen hinweg spannt sie einen Bogen von kolonialer und industrieller Gewalt über gegenwärtige urbane Lebensrealitäten bis hin zu poetischen, spekulativen und hoffnungsvollen Zukunftsentwürfen eines interspeziesischen Zusammenlebens. Mit Arbeiten zahlreicher internationaler Künstler:innen wie David Claerbouts animiertem Film „The pure necessity“ (2016) rückt EMΣT ökologische Gerechtigkeit und die Rechte nicht-menschlichen Lebens ins Zentrum seines Programms und betont, dass Klima- und Umweltgerechtigkeit ohne die Einbeziehung von Tieren nicht denkbar ist.