Where is the sky?: Elger Esser, Annabell Häfner, Goshka Macuga, Maximilian Rödel, Anri Sala, Florian Süssmayr, Thu-Van Tran, Chen Wei
Der Himmel ist ein diffuses Phänomen. Wo befindet sich der Himmel? Über unseren Köpfen, im Spiegel des Wassers, hinter einer Rauchwolke oder nur in unserer Vorstellung? Kaum ein anderer Bildraum entzieht sich einer eindeutigen Verortung so sehr wie der Himmel. Zwischen physikalischem Phänomen, Projektionsfläche und kultureller Imagination bildet er seit Jahrhunderten einen Ort der Sehnsucht, des Übergangs und der Orientierung. Wo beginnt der Himmel, wo endet er?
Aus Perspektive der Erde nennen wir alles Sichtbare außerhalb der Erde „Himmel“. Für die menschliche Wahrnehmung erscheint er blau, wenn er wolkenfrei ist. Über physikalische Gesetze wissen wir jedoch, dass dies an den kurzwelligen blauen Lichtanteilen der Luftmoleküle liegt, die stärker gestreut werden als die langwelligen roten Anteile. Das Konzept „Himmel“ steht auch für einen religiös und mystisch aufgeladenen Raum, für einen Sehnsuchtsort oder als Raum für Übergänge. Die Werke in der Gruppenausstellung „Where ist the sky?“ verdeutlichen die Präsenz des Himmelsbildes in der künstlerischen Auseinander-setzung unserer Positionen auf unterschiedliche Art und Weise.
